Hinweise zur ma 2004 Pressemedien II
Die neue ma bringt einige Besonderheiten mit sich, die wir auf diesem Informationsblatt zusammenfassen möchten.
Der wohl wichtigste Punkt: Die neue ma ist aus methodischen Gründen nicht mehr direkt mit den vorhergehenden ma-Dateien vergleichbar - nähere Erläuterungen siehe unten.
Titelsplitmodell
Mit der 2. Welle Pressemedien ma 2004 wurden erstmals die Zeitschriften in der Media-Analyse mit dem neuen Titelsplit-Modell erhoben. Im Gegensatz zu dem bisherigen Modell (bis zur 1. Welle ma 2004), in dem 180 Zeitschriften-Titelkarten pro Interview dem Befragten vorgelegt wurden, werden im Titelsplit-Interview nur 120 Zeitschriften abgefragt. D.h. jeder Titel wird in 2 von den 3 Titelsplits (Split A, B oder C) vorgelegt. Auf Basis der Ergebnisse der 2 Titelsplits werden die fehlenden Angaben im dritten Split per Fusion ergänzt. Die Gesamtfallzahl der 2. Welle ma 2004 erhöht sich von bisher 13.000 auf 19.500 Fälle (3 Titelsplits á 6.500 Fälle).
Die Medienabfrage der Tageszeitungen, Supplements, Konpress, Kino und Lesezirkel ist dagegen von der Umstellung auf das Titelsplit-Modell nicht berührt.
CASI-Methode
Darüber hinaus wurden zehn Prozent der Fälle mit der CASI-Methode (Computer-Assisted Self-administered Interview) durchgeführt.
Keine Vergleichbarkeit der vorhergehenden ma-Dateien
Die Reduktion der Anzahl vorzulegender Zeitschriftentitelkarten von 180 auf 120 pro Split führt zu einer Entlastung des Interviews und geht mit einem leichten Anstieg der Reichweite einher (durchschnittlich ca. 4%). Wegen dieser methodenbedingten Reichweitenänderungen ist die ma 2004 Pressemedien II nicht mehr mit den vorhergehenden ma-Dateien vergleichbar. Es ist daher nicht möglich, Lesergewinne mit Verweis auf die vorhergehenden ma-Dateien herauszustellen.
In der aktuellen ma bezieht sich diese Methodenänderung nur auf die zweite Welle. Da erst mit der kommenden Welle der ma 2005 Pressemedien I die komplette ma auf das neue Modell umgestellt ist, wird auch diese - im Januar erscheinende Datei - noch nicht mit vorgehenden Dateien vergleichbar sein!
Wegfall der ursprünglichen Fragebogeninformationen
Die ursprünglichen Fragebogeninformationen mit Informationen zur Nutzungshäufigkeit bzw. zum großen und kleinen Zeitfilter sowie zur Bekanntheit der Titel sind wegen der methodischen Umstellung nicht mehr ausweisbar. Dies betrifft nicht die Tageszeitungen, Supplements und Konpress.
Ein Nebeneffekt: Durch den großen Umfang dieses Teils ist die Analysendatei der ma 2004 Pressemedien II durch diesen Wegfall deutlich kleiner geworden (ca. 11,5 MB statt 15 MB).
Uns ist nicht bekannt, ob diese Informationen in folgenden ma-Dateien wieder zählbar sein werden - aufgrund des Titelsplit-Modells wird dies voraussichtlich nicht der Fall sein.
Für die Fragen zur Bekanntheit können wir hier auf die AWA verweisen, welche diese Informationen weiterhin ausweist. Ebenfalls in der AWA ist die Frage zur Nutzungshäufigkeit ausgewiesen, die allerdings nicht mit der ma-Abfrage vergleichbar ist.
Der Ausweis der Nutzungswahrscheinlichkeiten (Kernnutzer, häufige Nutzer usw.) bzw. die direkte p-Wert-Einschränkung ist in der ma weiterhin möglich. Eine Vergleichbarkeit mit den vorhergehenden ma-Dateien ist hier natürlich auch nur eingeschränkt möglich.
Und gleich noch einmal als Hinweis: In der AWA ist diese Auswertung auf Basis der p-Wert-Einschränkung nicht möglich bzw. bringt keine sinnvollen Ergebnisse, da die Generierung der p-Werte (also des LpA) hier auf einem anderen Weg als bei der ma erfolgt.
Für Fragen hierzu stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
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