Strukturtrends mit mediMACH


Das Ergebnis einer wirklich einmaligen Funktionalität unter den Analyse- und Mediaplanungsprogrammen sehen Sie auf der beiliegenden Anlage ausgedruckt: eine Trendzählung mit zwei oder mehr Analysen innerhalb einer Auswertung. So wird der Vergleich von Analysen zu einem Kinderspiel.

Aber nicht nur Trendzählungen von Reichweiten sind möglich. Sie können beispielsweise auch die Strukturwerte von einem Titel aus mehreren Analysen nebeneinander darstellen und so schnell erkennen, in welchen Bereichen sich die Leserstruktur eines Titels geändert hat.

Und diese Darstellung macht nicht nur bei verschiedenen Jahrgängen derselben Analyse Sinn. Stellen Sie doch einfach die Titelstruktur aus der AWA und MA nebeneinander und sofort sehen Sie die Unterschiede zwischen den Analysen (natürlich auch hier nur, soweit die Definition der Merkmale identisch sind).

Die Möglichkeit, mit mehreren Analysen innerhalb einer Auswertung zu arbeiten, ist auf die Expertenversion von mediMACH III beschränkt. Falls Sie diese Version noch nicht haben, wenden Sie sich gern an uns.

Unten sehen Sie ein Beispiel für eine vergleichende Strukturzählung aus zwei AWA-Jahrgängen.

Dabei steht der Titel Focus zweimal im Kopf der Auswertung - einmal auf Basis der älteren AWA, einmal auf Basis der neueren AWA. Als Auswertungsbasis wurde dabei die Medien-Strukturanalyse II gewählt, die für diese Art der Darstellung besonders gut geeignet ist (ab der Standardversion in mediMACH enthalten).

Außerdem wurden der Auswertung diverse Trendspalten hinzugefügt, die im Folgenden genauer erläutert werden:

Beim Einfügen von zusätzlichen Spalten in die Auswertung kommt die Spaltenpalette ins Spiel. Wie Sie zur Spaltenpalette kommen, steht ausführlich im Kasten am Ende der Seite.

Die Spaltenpalette

Für die Trenddarstellung stellt mediMACH Ihnen eigene Spalten zur Verfügung. Um diese Spalten in Ihren Zählungen zu verwenden, wählen Sie bitte aus dem Menü Einfügen - Paletten den Menüpunkt Spalten. Es erscheint dann die Spaltenpalette. Klicken Sie dann auf das Pluszeichen (Windows) bzw. den Pfeil (Mac) links neben dem Wort Trends. Sie sollten dann in etwa das untenstehende Bild haben.

Trend Hochrechnung relativ
Prozentuale Abweichung der Hochrechnung. Nach dem obigen Beispiel: Focus ist in der Reichweite von 5,09 auf 5,30 Mio Leser gestiegen (Lpa). Dies entspricht einem Wachstum von 4,0%.

Trend Hochrechnung absolut
Nicht die relative, sondern die absolute Größenänderung. Im Beispiel oben hat Focus auf Basis Gesamt 0,20 Mio Leser mehr als noch in der AWA '96.

Trendindex Basis %
Ein Trendindex auf Basis der Prozentspalte. Wenn der Prozentwert (Reichweite) gleich ge-blie-ben ist, entspricht dies einem Indexwert von 100.
Beachten Sie bitte, daß ein Index von 100 in diesem Fall nicht bedeuten muß, daß sich bei dem Titel nichts getan hat. Denn wenn man den Titel für eine Zielgruppe auswertet, heißt dies nur, daß der Titel im Verhältnis zu der Zielgruppe unverändert ist. Die absoluten Werte können sich aber sehr wohl verändert haben.

Trendindex Basis Hochrechnung
Ein Trendindex auf Basis der Hochrechnungswerte. Dieser Index kann leicht von dem Trendindex auf Basis der Prozentspalte abweichen, da sich mit einer neuen Analyse im Normalfall auch die Grundgesamtheit ändert. Ein Titel kann also prozentual die gleiche Reichweite haben, absolut aber leicht gestiegen sein.

Trendindex Basis Anteil
Dieser Trendindex geht nicht von der Prozentspalte, sondern von der Spalte mit den Anteilen aus. Unabhängig von Reichweitenänderungen können damit sehr schön Strukturänderungen in der Nutzerschaft eines Mediums nachvollzogen werden (siehe Beispiel auf der vorherigen Seite).

Tip: Die Trendspalten sind unabhängig von der Möglichkeit, mit verschiedenen Analysen zu arbeiten. Sie geben immer den "Trend" von der aktuellen Zielgruppe zu der direkt davor stehenden! So kann man beispielsweise auch die Strukturen von zwei Titeln innerhalb von einer Analyse komfortabel vergleichen.

Mehr zur Spaltenpalette lesen Sie hier.

So wird's gemacht:

Als Beispiel ziehen wir jetzt die Zählung heran, die Sie als Anlage zu diesem Newsletter erhalten haben.

  1. Öffnen Sie die Analyse AWA '97 und wählen Sie dann als Auswertung die Medienanalyse
  2. Als Zielgruppe wählen Sie bitte zweimal die Gesamtbevölkerung aus, als Medienpaket die zu vergleichenden Medien. In der Auswertung stehen nun dieselben Zahlen doppelt nebeneinander.
  3. Öffnen Sie nun die Analysenpalette über das Menü Eingabe - Paletten - Analysen. Klicken Sie dann auf das Dreieck (Mac) bzw. das Kreuz (Windows) neben 1996.
  4. Klicken Sie auf die Analyse AWA '96 und ziehen Sie diese bei gedrückter Maustaste auf die erste Zielgruppe. Lassen Sie nun die Maustaste los.
  5. Die erste Zielgruppe wird nun auf die AWA '96 umgestellt.
Hinweis: Sollten Sie den Menüpunkt Analysenpalette nicht finden bzw. nicht anwählen können, dann haben Sie nicht die Expertenversion von mediMACH III.

Um nun weitere Spalten (z.B. Trendspalten) in Ihre Auswertung mit hineinzunehmen, öffnen Sie die Spaltenpalette und ziehen dann die entsprechenden Spalten mit der Maus direkt in Ihre Auswertung (immer in den Bereich der Spaltenköpfe).

Wie Sie auf dem Beispiel auf der vorherigen Seite oder der Trendzählung, die Sie im Anhang vorfinden, sehen können, müssen die Trendspalten nicht bei jeder Zielgruppe auftauchen.

Dazu gibt es für alle Spaltenoperationen eine Tastenkombination, die Sie zusätzlich drücken können.

Windows: Shift- bzw. Umschalttaste
Mac: Alt- bzw. Wahltaste

Wenn Sie diese Taste zusätzlich drücken, wenn Sie beispielsweise die Trendspalte in die Auswertung ziehen, dann wirkt diese Operation auch nur auf die Zielgruppe, zu der Sie die Spalte ziehen. Aber auch wenn die Spalte schon in der Auswertung in allen Zielgruppen steht, können Sie die Auswertung entsprechend ändern: Gehen Sie ins Kontextmenü der Spalte und klicken Sie auf Löschen, während Sie die o.g. Taste gedrückt halten. Die Löschoperation wird nun nur für die Zielgruppe durchgeführt, in der Sie die Spalte gewählt haben.





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